Gebet zum Dienstag

17. März 2020

Christenmenschen haben es gut! Nicht, weil sie gegen den Corona-Virus oder andere Krankheiten einfach immun sind. Nein, davor schützen leider auch Taufe oder Abendmahl nicht. Aber Christenmenschen wissen, wo sie mit ihren Sorgen und Nöten hinkönnen – selbst wenn sie unter Quarantäne stehen oder vor Arbeitsüberlastung nicht einmal mehr das Handy ans Ohr bekommen. Wie das geht?

Was auch immer passiert, Christenmenschen können ihre Beschwerden und Sorgen im Gebet bei Gott loswerden. Und dabei sogar auf fertige Gebete zurückgreifen. Etwa auf diese Worte des Psalmes 91:

„Er [Gott] wird dich mit seinen Fittichen decken,
und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.

Seine Wahrheit ist Schirm und Schild,
dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht,
vor dem Pfeil, der des Tages fliegt, 
vor der Pest, die im Finstern schleicht,

 vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.“

Pest und Seuche? Ja, das gab es schon vor 3.000 Jahren. Das Gebet auch und Menschen, die sich vertrauensvoll an Gott gewandt haben. Dieses alte Psalm-Gebet ist überzeugt davon, dass die Betenden nicht erschrecken müssen, sondern Zuflucht bei Gott finden. Übersetzt heißt das etwa: Ruhe, Gelassenheit und die Zuversicht, dass Gott bei ihnen ist.

Und kurz danach kommen in diesem alten Gebet noch die bekannten Worte:

„Denn er hat seinen Engeln befohlen,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, 
dass sie dich auf den Händen tragen
und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.
Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören;
ich bin bei ihm in der Not.“

Dann haben wir es doch wirklich gut oder?


Christian Berndt, Superintendent des Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen

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Christian Berndt
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