Paulus und das Judentum

Der Apostel Paulus wuchs im kleinasiatischen Tarsos in einer traditionsbewussten jüdischen Familie auf, die sich mit Stolz auf den Stamm Benjamin zurückführte. Als junger Mann schloss sich Paulus in Jerusalem den Pharisäern an und wurde zu einem strenggläubigen Eiferer für das Mosegesetz. Die Bekehrung vor Damaskus zog einen radikalen Kurswechsel nach sich, ohne dass Paulus seine jüdische Identität aufgegeben hätte. Auch als christlicher Apostel hat er sich weiterhin als Jude verstanden und auf seinen Missionsreisen in den Synagogen gepredigt, was allerdings regelmäßig schwere Konflikte hervorrief. In besonderem Maße wurde Paulus von der Frage bewegt, wie es um das Seelenheil jener Jüdinnen und Juden bestellt ist, die sich dem Glauben an Jesus Christus verschließen. Dabei glaubte er fest an eine Rettung von ganz Israel. Der Vortrag leuchtet die spannungsreiche Beziehung des Apostels Paulus zum Judentum in ihren unterschiedlichen Facetten aus. Bernd Kollmann Prof. em. Bernd Kollmann war bis August 2025 Professor für Exegese und Theologie des Neuen Testaments im Fach Evangelische Theologie an der Universität Siegen.

Informationen zu Anmeldung / Kartenvorverkauf

Vorverkauf im Gemeindebüro der Nordstadtgemeinde (Schloßstr. 15, 38448 Wolfsburg); eine Reservierung per Telefon oder E-Mail ist nicht möglich.

Eintrittspreis/Kosten

VVK 10 €, AK 12 €, unter 18 Jahren frei