Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Orange the city - wir sind dabei!

Am 25. November werden zahlreiche öffentliche Gebäude in Wolfsburg orange angestrahlt, darunter auch die Christuskirche und weitere Kirchen im Stadtgebiet. Anlass dafür ist der 25. Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und der Auftakt der UN-Women-Kampagne „Orange the World“. Die Stadt Wolfsburg schließt sich dieser Kampagne unter dem Motto „Orange the City“ an, Superintendent Christian Berndt ist Kampagnen-Botschafter der Stadt. In der Christuskirche findet am Montag, 25. November, eine Informationsveranstaltung der Kirchenkreissozialarbeit über die Arbeit mit Frauen und Mädchen und eine Andacht mit Pastor Frank Morgner statt.

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Kirchenkreiskonferenz lädt ein zur Kundgebung gegen AfD-Parteitag

Die Welt ist bunt - Gott sei Dank!

Am 30. November 2019 hat das Bündnis gegen Rechts Braunschweig zu Protesten gegen den Bundesparteitag der AfD aufgerufen. Die Kirchenkreiskonferenz der Hauptamtlichen des Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen hat beschlossen, sich an der Kundgebung zu beteiligen und lädt Gemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises ein, in Braunschweig Flagge zu zeigen.

Am Samstag, 30.  November, fahren wir um 7.15 Uhr Abfahrt mit Reisebussen der IG-Metall nach Braunschweig. Treffpunkt ist der große VW-Parkplatz, Heinrich-Nordhoff-Straße gegenüber der Shell- und der Aral-Tankstelle. Um 16.00 Uhr fahren wir nach Wolfsburg zurück.

Der Koordinator unserer Aktion ist Pastor Ulrich Probst, unterstützt von Danica Kahla-Lenk. Bitte melden Sie sich bis zum 19. November namentlich in der Superintendentur an.

... Bündnis gegen Rechts Braunschweig

Pastorin Anke Döding verstorben

Pastorin Anke Döding ist am 6. November verstorben (Foto: privat)
Pastorin Anke Döding ist am 6. November verstorben (Foto: privat)

„Sie war Gemeindepastorin mit Leib und Seele“

Die Wolfsburger Pastorin Anke Döding ist tot. Die Pastorin der Stephanus-Kirchengemeinde starb in der vergangenen Nacht nach schwerer Krankheit im Alter von 56 Jahren in Minden. Der Gedenkgottesdienst für Anke Döding wird am Dienstag, 12. November, um 18.00 Uhr in der Stephanuskirche in Wolfsburg gehalten. Am Freitag, 15. November, um 14.00 Uhr findet die Beerdigung am Heimatort von Anke Döding von der Friedhofskapelle Lavelsloh (31603 Diepenau - OT Lavelsloh, Landkreis Nienburg/Weser) statt. Der anschließende Gottesdienst wird in der Danielskirche in Lavelsloh gehalten. Die Leitung haben Landessuperintendent Dieter Rathing und Superintendent Christian Berndt.

„Anke Döding war eine Gemeindepastorin mit weitem Herzen für alle Menschen“, würdigt Landessuperintendent Dieter Rathing die Verstorbene. Mit ihrer besonderen Aufmerksamkeit für die Sorge um Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung bleibe sie ihm ein Vorbild, so der Regionalbischof für den Sprengel Lüneburg. „Im Gebet bin ich ihrem Ehemann Hartmut und allen, die um sie trauern, verbunden.“

„Sie war Gemeindepastorin mit Leib und Seele“, sagt Superintendent Christian Berndt, „und eine Kämpferin“. Trotz ihrer schweren Krankheit habe sie ihren Dienst bis zuletzt wahrgenommen, mehr an andere als an sich gedacht. „Viele Gespräche mit Gemeindemitgliedern, Kolleginnen und Kollegen haben mir gezeigt, wie beliebt sie war.“

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Wolfsburger Einheitskastanie

ZeitzeugInnen erinnern sich an Mauerfall und Grenzöffnung

Am 12. November 1989 haben haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende des damaligen Kirchenkreises Wolfsburg im Garten der Evangelischen Familienbildungsstätte eine Kastanie gepflanzt. Sie wollten damit ihre Nachbarn aus der damaligen DDR begrüßen. 30 Jahre ist das her. Die Kastanie ist ein stattlicher Baum geworden und ein geteiltes Deutschland heute kaum noch vorstellbar. Superintendent Christian Berndt und Karsten Piehl, Geschäftsführer der Familienbildung, haben sich mit ZeitzeugInnen der Kastanienpflanzung getroffen und an Mauerfall und Grenzöffnung erinnert.

Anmeldung Jugendfreizeit Region Süd-West ab sofort

„Schöne neue Welt“ oder „Untergang der Titanic“?

Zukunft als Thema auf der nächsten Sommerfreizeit in …. UNGARN!
Vor über 100 Jahren ging die Titanic bei ihrer Jungfernfahrt dramatisch unter. Für „unsinkbar“ hatte man sie gehalten – peinlich, wie schnell sich diese Selbstüberschätzung erübrigte. Eine „schöne neue Welt“ versprechen sich Menschen seit langer Zeit, und vieles ist in der Tat angenehmer geworden: Smartphones und Internet, Flüge in den hintersten Winkel der Erde, Medizin und Forschung erzielen atemberaubende Fortschritte.

Muss man sich keine Sorgen mehr um die eigene Zukunft machen – oder machen wir uns etwas vor, so wie die Erbauer der Titanic? Über unsere persönliche Zukunft und die unserer Welt wollen wir uns auf der nächsten Jugendfreizeit Gedanken machen. In Ruhe, im persönlichen Gespräch, mit vielen gemeinsamen Aktionen, mit der Frage, was ein frischer christlicher Glaube dazu beitragen kann  – und das in einem Rahmen, der einfach beflügelt und noch lange nachwirkt: Denn, wer auf eine Sommerfreizeit mitfährt, wird noch lange davon erzählen!
Wie das alles zusammenpasst, kann man sich aber kaum erzählen lassen – man muss es selbst erleben! Das kannst Du, indem Du im nächsten Sommer mitfährst nach Nemesvita in Ungarn, nicht weit vom Balaton (Plattensee). In einer umgebauten Mühle mit Park und Pool wohnen wir, gönnen uns Ausflüge nach Budapest, eine Kanufahrt durch unterirdische Höhlen, den Plattensee – und ein gemeinsames Leben im Haus: Selber Kochen und Abwaschen sind nicht mehr lästig, sondern echte Highlights!

  • Alter: 14-17 Jahre (zum Zeitpunkt der Freizeit; Abweichungen nach Absprache). Zugehörigkeit zu einer Kirche ist nicht Voraussetzung, aber die Bereitschaft, sich auf dieses Freizeitkonzept einzulassen.
  • Kosten: 490 € „all inclusive“, also keine weiteren Extras (außer Taschengeld). Geschwister je 25 € Nachlass. (Wichtig: Niemand sollte wegen des Geldes zu Hause bleiben, bitte Tilman Heidrich vertraulich wegen Nachlass/Zuschuss ansprechen!)
  • Termin: Sonntag, 9.8.2020 (abends) Abfahrt von Fallersleben – Rückkehr am Sonntag, 23.8. frühmorgens.
  • Leitung: Ein Team junger Erwachsener mit Pastor Tilman Heidrich.
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Reformationstag 2019

Superintendent Christian Berndt, Pastor i.R. Wilfried Manneke, Propst Dr. Ulrich Lincoln (Foto: F. Josuweit)
Superintendent Christian Berndt, Pastor i.R. Wilfried Manneke, Propst Dr. Ulrich Lincoln

Kirche mitten in der pluralisierten Gesellschaft

Erstmalig haben in diesem Jahr die evangelischen Kirchen in Wolfsburg zu einem gemeinsamen landeskirchen-übergreifenden Jahresempfang am Reformationstag eingeladen.  „Der Reformationstag stellt die Kirche mitten hinein in die Gesellschaft. Die Kirche ist aufgerufen, ihren Beitrag zum Gemeinwesen in Politik und Zivilgesellschaft zu bestimmen", sagte Propst Ulrich Lincoln.  "Es ist gut, wenn wir als Kirche mit einer Stimme sprechen und handeln“, freut sich Christian Berndt über die Zusammenarbeit der evangelischen Kirchen in Wolfsburg.

Festredner des gemeinsamen Jahresempfanges der Wolfsburger evangelischen Kirchen war Pastor i.R. Wilfried Manneke. Der Widerspruch gegen rechte Gewalt und rechtes Gedankengut in unserer Gesellschaft sei nicht laut genug, beklagte der Theologe. „Nächstenliebe und christlicher Glaube verlangen, dass wir klar hinsehen, klar reden und klar handeln. Wir müssen Stellung beziehen, denn Rechtsextremismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit sind nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar!“

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Thesenanschlag der Evangelischen Jugend beim Reformationsempfang 2019
Thesenanschlag der Evangelischen Jugend beim Reformationsempfang 2019

Evangelische Jugend schlägt Thesen an

Kirche braucht Veränderung und muss mit gesellschaftlichem Wandel mitwachsen. Das machte am Reformationstag die Evangelische Jugend Wolfsburg-Wittingen klar. Mit dem Anschlag von neun Jugendthesen überraschte sie Superintendent Christian Berndt und die Gäste in der Christuskirche. „Wir wollen uns engagieren, wir sind die Zukunft der Kirche“, sagte Alexander Peter, Vorstand des Kirchenkreisjugendkonventes. „Ich freue mich über das Engagement der jungen Menschen“, begrüßte Christian Berndt den Thesenanschlag.

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Die Kirche im Fernsehen

TV38, das Bürgerfernsehen für Südostniedersachsen, war am Reformationstag zu Gast in der Christuskirche und hat mit Pastor i.R. Wilfried Manneke gesprochen. Das Interview wurde in der Sendung „TV38 Kompakt“ ausgestrahlt und ist jetzt auf Youtube zugänglich.

... TV38-Interview sehen

Pastor Rüdiger Kitzmann in den Ruhestand verabschiedet

v.li.: Anette Klopp, Superintedent Christian Berndt, Pastor Rüdiger Kitzmann, Pastor Helmut Kramer, Hartmut Jakobs
v.li.: Anette Klopp, Superintedent Christian Berndt, Pastor Rüdiger Kitzmann, Pastor Helmut Kramer, Hartmut Jakobs

Gemeinde dankt mit kräftigem Applaus

Am 27. Oktober 2019 wurde Pastor Rüdiger Kitzmann von seinen Gemeinden in der Bromer Kirche in der Ruhestand verabschiedet. Superintendent Christian Berndt sprach ihn von seinen Pflichten in den Gemeinden Brome-Tülau und Ehra frei, Pastor Kramer wirkte als Assistent mit, zwei Chören bedankten sich mit ihren Liedern, der Kirchenvorstand, Mitarbeitende des Kindergottesdienstes und der Bürgermeister von Brome überreichten Geschenke. Pastor Kitzmann wird als sogenannter Gastdienstler gleich weiter predigen, taufen und beerdigen.

... Website des Pfarrbezirkes Brome-Tülau

Happy Birthday Cafè Anna

20 Jahre Gespräche und Begegnungen

Ein Grundanliegen der Kirche – auf die Menschen zugehen und Raum bieten für generationen-übergreifendes Miteinander – verwirklicht das Cafè Anna seit 20 Jahren. Gemeinsam mit einem Team Ehrenamtlicher sind Hiltrud Fellner und Ruth Thormeier für das leibliche Wohl der Gäste im Cafè verantwortlich. Nicht nur Frühstück, Milchkaffee und selbstgebackenen Kuchen gibt es hier, es ist immer auch Zeit für Gespräche und Begegnungen. Das Team des Cafè Anna, das in Trägerschaft der Stadtkirchengemeinde am Reislinger Markt tätig ist, ist gern für Sie da!

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"Sie hat unserem Glauben ein Gesicht gegeben"

Imke Weitz
Imke Weitz

Verabschiedung der Kirchenkreiskantorin Imke Weitz

In einem bewegenden Gottesdienst hat sich Imke Weitz in der voll besetzten St. Stephanus-Kirche von ihrer Gemeinde verabschiedet. Die Musik der nach 17 Jahren scheidenden Kantorin sei stets mehr gewesen als Tonfolge und Rhythmus – sie sei auch zum Lob und Dank Gottes angestimmt worden, resümierte Superintendent i.R. Martin Berndt.

Die Musik der scheidenden Kirchenkreiskantorin habe über all die Jahre die Herzen für die Verkündigung aufgeschlossen. „Sie hat unserem Glauben ein Gesicht gegeben.“ Imke Weitz hat nicht nur die Gottesdienste musikalisch geprägt. Mehrere Chöre hat die Musikerin geleitet und sich auch bei eher weltlichen Anlässen und externen kirchlichen Veranstaltungen an unterschiedlichen Instrumenten eingebracht. Die Kirchenmusikerin des Nordkreises wechselt nach Bremervörde. Danke, Imke Weitz!

Interreligiöse Mahnwache in Wolfsburg

Hand in Hand für Frieden und Dialog

Mehr als 150 Menschen haben auf Einladung des Abrahamforums am Donnerstagmittag vor dem Wolfsburger Rathaus Mahnwache für die Opfer von Halle gehalten. „Wir stehen zu unseren Glaubensgeschwistern in Halle, in Wolfsburg, in Deutschland und überall auf der Welt“, begrüßte Christian Berndt alle Teilnehmenden. Wir stehen hier gemeinsam gegen jegliche Form von Antisemitismus und Gewalt gegen Jüdinnen und Juden, so der leitende Geistliche des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen.

„Wir sind eine Gesellschaft, wir sind unteilbar“,  sagte Yakov Yosef Harety, Rabbiner der Orthodoxen Jüdischen Gemeinde Wolfsburg, „niemand darf um sein Leben fürchten müssen wegen seiner Religion.“ Alle trügen die Verantwortung dafür, dass die Religionsfreiheit in Deutschland nicht gefährdet werde.

 „Wir sind alle von einem Ursprung, wir sind ein Kollektiv mit gleichen Werten“, erinnerte Souheil Thabti, Geschäftsführer des islamischen Kulturzentrums Wolfsburg.  Es sei immer ein Mensch, der uns gegenüberstehe, nicht ein Deutscher oder ein Ausländer. „Dieser Kompass in unseren Herzen muss immer wieder gereinigt werden.“

„Ich bin sehr dankbar für diese Initiative“, betonte Iris Bothe, Wolfsburger Stadträtin für Jugend, Bildung und Integration. Die Diskriminierung von Gläubigen schaffe ein toxisches gesellschaftliches Klima und fördere extremistische Tendenzen. Nicht nur die antisemitischen Angriffe hätten zugenommen, vieles ereigne sich im ganz alltäglichen. „Wir müssen dafür eintreten, dass wir eine tolerante Gesellschaft bleiben!“, forderte Bothe auf.

Wolfsburg wurzele in einer Zeit, die sich niemals wiederholen dürfe, rief Bürgermeister Ingolf Viereck in Erinnerung, die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger seien deshalb in besonderer Weise verpflichtet. „Es ist in unserer DNA verankert, dass wir so etwas nie wieder zulassen.“

Ev.-luth. Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen/F. Josuweit

Gemeinsam für den Frieden einsetzen!

Presseerklärung des Abraham Forum Wolfsburg zu den Mordanschlägen in Halle

(Wolfsburg, 11.10.2019) Am Mittwoch dieser Woche wurden in Halle zwei Menschen von einem Attentäter ermordet. Zuvor hatte er versucht, eine Synagoge zu stürmen. Die Menschen, die zu dieser Zeit in der Synagoge das jüdische Versöhnungsfest feierten, sollten die ersten Opfer des Mörders sein. Nur zufällige Umstände haben hier ein weiteres Blutvergießen verhindert.

Als Mitglieder des Abrahamforums Wolfsburg sind wir entsetzt über diesen antisemitischen Mordanschlag. Unser Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen. Unsere Sorge gilt den jüdischen Gemeinden und allen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern im ganzen Land. Angesichts eines mörderischen Antisemitismus sind alle Demokratinnen und Demokraten zur Solidarität mit den Angegriffenen aufgerufen. Unsere Zivilgesellschaft muss aufwachen und die Gefahren des Antisemitismus noch viel ernster nehmen als bisher. Auch hier in Wolfsburg gibt es jüdische Gemeinden, sie sind unsere Nachbarn und Glaubensgeschwister. Ihre Sicherheit liegt uns am Herzen. Sicherheit für jüdische und muslimische Gemeinden ist nicht nur eine Frage von Polizei und Justiz, sondern eine Aufgabe für alle Bürgerinnen und Bürger in dieser Stadt.

Es erschüttert uns, dass immer wieder Menschen, die sich in Synagogen, Moscheen und Kirchen zum Gottesdienst versammeln, zum Ziel von Mördern werden. Christchurch, Sri Lanka, Halle – eine Spur der Gewalt gegen Religionsgemeinschaften durchzieht das Jahr 2019. Wir rufen alle Mitmenschen in Wolfsburg auf, sich gemeinsam mit den Gläubigen für den Frieden einzusetzen und der politischen und rassistischen Gewalt in unserer Gesellschaft entgegenzutreten.

Das Abrahamforum ist ein Zusammenschluss von jüdischen, christlichen und muslimischen Gemeinden in Wolfsburg. 

Abrahamforum Wolfsburg
Deniz Benli, Dr. Ulrich Lincoln, Dimitri Tukuser (Sprecherkreis)

Superintendent Berndt wieder in Landessynode gewählt

Unser Superintendent wird auch der nächsten Landessynode ab dem 1. Januar 2020 angehören. Er wurde mit anderen 65 Haupt- und Ehrenamtlichen in das größte Leitungsorgan unserer Landeskirche gewählt. Die zwei aufgestellten Ehrenamtlichen unseres Kirchenkreises, Alexander Peter und Hendrik Wolf-Doettinchem wurden leider nur zu Ersatzsynodalen gewählt. „Ich freue mich, dass ich mich bei der Synode wieder für die Zukunft unserer Kirche einbringen und die Diskussionen und Entscheidungen in unseren Kirchenkreis zurücktragen kann,“ so Superintendent Berndt. „Vielen Dank an alle, die gewählt und die Wahl durchgeführt haben.“

Bei der ausschließlichen Briefwahl waren 11.000 Kirchenvorsteher*innen, die Mitglieder der Kirchenkreistage und 1.600 Pastor*innen der Landeskirche wahlberechtigt.

Regionalbischof zu Besuch im Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen

Imke Weitz verabschiedet

Die Mitwirkenden nach dem Visitationsgottesdienst am 22.09. in St. Stephanus Wittingen mit Landessuperintendent Dieter Rathing (5. von rechts). (Foto: Susanne Berndt)

Zum Abschluss seiner diesjährigen Visitation im Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen hat Landessuperintendent Dieter Rathing mit vielen Beteiligten am 22.09. einen Gottesdienst in Wittingen gefeiert. Dabei wurde der musikalische Reichtum unseres Kirchenkreises deutlich: der Bläserkreis aus Knesebeck, ein Projektchor mit 80 Sänger*innen und eine Band spielten und sangen zum Lobe Gottes und zur Freude aller Anwesenden. Die Organisatorin, Imke Weitz, wurde unter großem Beifall aus ihrem Amt als Kantorin des nördlichen Kirchenkreises verabschiedet, da sie zum 01.11.19 eine Stelle in Bremervörde antritt. Die Verabschiedung in der Kirchengemeinde folgt am 20. Oktober. Der zweite Höhepunkt im Gottesdienst waren die gemeinsam gelesenen Texte von drei Konfirmandinnen und dem Superintendententeam Christian Berndt und Karsten Heitkamp (1. Stellvertreter). Insgesamt präsentierte sich der Kirchenkreis als beteiligungsorientiert, kreativ und belebend.
Das gesamte Visitations-Besuchsprogramm umfasste an die 30 Termine im Lauf einer guten Woche. So sprach der Regionalbischof unter anderen mit den Verantwortlichen der Familienbildungsstätte, stattete dem Kita- und Familienzentrum Paulus in Wolfsburg einen Besuch ab und nahm an einer Sitzung des interreligiösen Abrahamforums teil. Darüber hinaus traf Rathing mit Vertretern der Stadt Wolfsburg zusammen, nutzte auch die Gelegenheit zu einem Austausch mit VW-Werkleiter Dr. Stefan Loth und dem Geschäftsführer des Betriebsrates, Marco Wittek.
Insgesamt bescheinigte Rathing dem Kirchenkreis ein besonderes Diakonie- und Bildungsprofil. Defizite wurden im Bereich der Jugendarbeit sichtbar. Eine andere Lücke konnte inzwischen geschlossen werden: Am 1. Oktober übernimmt Frauke Josuweit die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Kirchenkreis.
In den Gesprächen kam immer wieder die Fusion der Kirchenkreises Wolfsburg und Wittingen zum 1. Januar 2013 zur Sprache. „Damals gab es in Wittingen die Sorge, dass Wolfsburg zu dominant sein würde“, erinnert sich Rathing. Aber das habe sich aus seiner Sicht nicht bestätigt.
(Text: Hartmut Merten und Christian Berndt)

Im Rahmen der Visitation des Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen besuchte Landessuperintendent Dieter Rathing (li.) am 20. September 2019 das Sozialkaufhaus Lichtblick in Wolfsburg. Dr. Kati Wenk und Geschäftsführer Rüdiger Irmler erläuterten das Konzept, rechts Superintendent Christian Berndt. (Foto Merten)

Gasteltern für 2020 gesucht

Ferienaktion für 'Kinder aus Tschernobyl'

Im Juni waren wieder Feriengäste aus Weißrussland zu Besuch im Isenhagener Land. Bereits zum 28. Mal beteiligt sich die Nordregion des Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen an der landeskirchlichen 'Ferienaktion für Kinder aus Tschernobyl'. 5 Mütter mit ihren Kleinkindern und eine Betreuerin sind für ihre vierwöchigen Ferien bei Gastfamilien in Lüsche, Emmen, Knesebeck, Wittingen und Ehra-Lessien untergebracht. Ziel ist es, dass sie im Isenhagener Land eine erholsame Zeit in gesunder Luft mit unverstrahlter Nahrung verbringen und so ihre körperlichen Abwehrkräfte stärken. Die Gruppe besuchte bereits den Tierpark Essehof; als weitere gemeinsame Aktionen stehen der Märchenpark Salzwedel, Badespaß am Bernsteinsee und Ausflüge nach Hannover und Celle auf dem Programm.

Zur Erinnerung: Der Reaktorunfall vom April 1986 in Tschernobyl brachte nicht nur wirtschaftlich schwere Auswirkungen für die Bevölkerung. Obwohl sich das Atomkraftwerk auf dem Territorium der Ukraine befindet, waren in Weißrussland die größten Schäden zu beklagen: 70 % der radioaktiven Stoffe gingen auf weißrussischem Gebiet nieder; 22 % der weißrussischen Fläche, auf der etwa 2,1 Mill. Menschen (davon 700.000 Kinder) leben, wurden langfristig radioaktiv verseucht. Die gesundheitlichen Folgen sind gravierend: Viele Menschen sind an Leukämie,Schilddrüsenkrebs, Jugend-Diabetes und Immunschwächen erkrankt. In den letzten Jahren kamen in der Region nur ca. 20 % aller Kinder gesund zur Welt.

Der Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen unterstützt die landeskirchliche Ferienaktion und übernimmt die Kosten für Flug, Taschengeld und Betreuungsprogramm. Damit die Maßnahme auch im nächsten Jahr fortgeführt werden kann, werden jetzt bereits Gasteltern für den Sommer 2020 gesucht. Infos beim Diakonischen Werk in Wittingen unter 05831-8453.