Friederike Böhm beendet Probedienst
Auf den Tag genau vier Jahre nach Dienstbeginn als Pastorin im Probedienst wird Friederike Böhm am 1. März ihre Aufstellungspredigt in Rhode halten. Eine Woche Einspruchsfrist haben im Anschluss die Gemeinden Hehlingen, Neindorf-Almke und Hasenwinkel, da das Wahlverfahren gilt. „Ich bin nicht Pastorin geworden, weil ich eine Lebenszeitverbeamtung angestrebt habe. Dennoch bin ich jetzt nach einem langen Weg mit Studium, Vikariat und Probedienst dort angekommen, wo ich hin wollte“, freut sich die 35jährige Theologin.
Ein langer Weg ist es, den junge Menschen bis ins Pfarramt zurücklegen. Friederike Böhm nahm im Jahr 2011 der Universität in Göttingen auf, war ein Jahr in Dublin und studierte dort interkulturelle Theologie. Die praktische Ausbildung erfolgte im Vikariat in Uslar, seit März 2022 war Böhm Pastorin im Probedienst im Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen in den Gemeinden, auf deren Pfarrstelle sie sich gerade offiziell bewirbt.
„Ich möchte Menschen begleiten, sie stärken, mit ihnen auf dem Weg sein und das Evangelium weitergeben“, erzählt die junge Pastorin. Sie selbst habe in ihrer Jugend sehr positive Erfahrungen mit Kirche gemacht. „Das möchte ich weitergeben. Und zeigen, was es bedeutet, angenommen zu sein, Gemeinschaft und Miteinander zu leben.“ Das sei anders als im Sportverein. „Gottes Liebe steht im Mittelpunkt.“
Friederike Böhm freut sich, wenn das gelingt, wie jüngst ein Beispiel mit Teamer:innen zeigte. „Die wollten bei tictoc einen Post zu LGBTQ kommentieren, den sie menschenverachtend fanden.“ Sie selbst erinnert sich dabei gern an eine Mentorin aus ihrer Jugend, die damals als Probedienstlerin in ihrer Gemeinde wirkte: Regionalbischöfin Marianne Gorka.