Betroffene von Machtmissbrauch im religiösen Kontext können sich künftig bei der Evangelischen Agentur der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers beraten lassen. Dort gibt es jetzt eine >>> Kontaktstelle für Spirituellen Missbrauch, berät und erste Orientierung bietet. „Wir stehen für eine machtsensible Kirche und treten für eine Kultur der Achtsamkeit ein“, sagt Mirko Peisert, Direktor der Evangelischen Agentur.
Spiritueller Missbrauch liegt vor, wenn Menschen ihre Macht oder Autorität ausnutzen und die spirituelle Selbstbestimmung anderer Menschen verletzen, um auf deren Lebensentscheidungen Einfluss zu nehmen. Spiritueller Missbrauch kann eine Strategie zur Anbahnung sexualisierter Gewalt sein, ist aber von dieser zu unterscheiden. Mögliche Folgen des Spirituellen Missbrauchs sind psychische oder physische Erkrankungen.
Die >>> Kontaktstelle steht Betroffenen, aber auch Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und kirchlichen Gremien mit Beratung, Vorträgen, Seminare und Workshops zur Verfügung. Sie arbeitet in enger Abstimmung mit der Fachstelle zur Prävention sexualisierter Gewalt und dem Zentrum für Seelsorge und Beratung.