Nice Diele wird Ort für Quartiersentwicklung / Fabi ist Kooperationspartnerin
Mit den Menschen vor Ort Perspektiven entwickeln und den Stadtteil rund um den Brandenburger Platz in Wolfsburg nachhaltig stärken – das will das Projekt ‚Nice Diele‘, das vor kurzem feierlich eröffnet wurde. Als offener Treffpunkt soll der Ort Menschen im Stadtteil einladen, Ideen für die Zukunft im Quartier zu entwickeln. „Unser Ziel ist ein zukunftsfähiger Stadtteil, dessen Entwicklung sich an den tatsächlichen Bedarfen der Menschen orientiert“, betonte Oberbürgermeister Dennis Weilmann anlässlich der Eröffnung der ‚Nice Diele‘. Das Projekt der Stadt Wolfsburg zur Quartiersentwicklung wird durchgeführt vom Planungsbüro Endboss in Kooperation mit der Evangelischen Familienbildungsstätte (Fabi) Wolfsburg.
„Als Fabi bringen wir unsere Erfahrungen und Expertise in der Quartiers- und Netzwerkarbeit ein. Wir unterstützen dabei, vorhandene Ressourcen im Stadtteil sichtbar zu machen und gemeinsam mit den Menschen vor Ort weiterzuentwickeln“, erklären Fabi-Mitarbeiterinnen Martha Pordzik und Eva Girmendonk-Grote. In den Räumlichkeiten der fußläufig entfernten Lukaskirchengemeinde und auf dem Gelände der Kreuzkirche sind Pordzik und Girmendonk-Grote bereits aktiv mit sozialraum-bezogenen und familien-orientierten Angeboten wie dem Begegnungs-Café und dem Akkerprojekt und nicht nur deshalb im Stadtteil bestens vernetzt. „Wir arbeiten mit an der konzeptionellen Weiterentwicklung der ‚Nice Diele‘ und vernetzen Kooperationspartner:innen – gemeinsam mit den Menschen vor Ort.“
Das Quartiersbüro als offener Ort für Begegnung und Austausch wolle sich an den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner orientieren. „Es soll Menschen zusammenbringen, die sich aktiv in die Gestaltung ihres Stadtteiles einbringen möchten. Die ‚Nice Diele‘ versteht sich als dritter Ort neben dem eigenen Zuhause und der Arbeit.“ Die Vision sei ein lebendiger, gemeinschaftlich gestalteter Stadtteil, so die Fabi-Mitarbeiterinnen.
„Wir wollen die Eigeninitiative und das Verantwortungsgefühl der Menschen vor Ort stärken, sie unterstützen, Verbesserungsvorschläge einzubringen und zu diskutieren“, freut sich auch Iris Bothe, Dezernentin der Stadt Wolfsburg für Jugend, Bildung und Soziales, über das Quartiersbüro und das Engagement der Stadt, des Planungsbüros Endboss und der Evangelischen Familienbildungsstätte. Man wolle Menschen aus der Vereinzelung herausholen und einladen, Verantwortung für die Stadtteilqualität zu übernehmen.
Das Projekt ist für zunächst drei Jahre angelegt. Nach einer Anlaufphase sollen im weiteren Verlauf unter anderem Workshops, Vorträge und Kulturformate entwickelt werden, Kooperationen mit Einrichtungen und Initiativen wie Schulen und Hochschulen werden angestrebt. Noch ist nicht alles fertiggestellt, denn Besucherinnen und Besucher sollen den Treffpunkt aktiv mitgestalten.
Wer mal vorbeischauen möchte im Quartiersbüro am Brandenburger Platz kann aktuell mittwochs von 14.00 bis 17.00 Uhr und freitags von 11.00 bis 13.00 Uhr mit offenen Türen rechnen. „Weitere Termine und Öffnungszeiten folgen in Kürze“, versichern Girmendonk-Grote und Pordzik, die als Ansprechpartnerinnen vor Ort sind.