"Das Land ist gespalten"

Nachricht 08. September 2026

Kirchen sorgen sich um gesellschaftlichen Zusammenhalt

Nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt warnen evangelische und katholische Kirchenleitungen vor einer Spaltung der Gesellschaft. Sie bekräftigen ihren Einsatz für Demokratie, Freiheitsrechte und ein friedliches Miteinander. Auch Vertreter:innen der Kirchen in Sachsen-Anhalt sich nach dem Wahlsieg der AfD besorgt zur Zukunft des Landes geäußert. In einer gemeinsamen Mitteilung der leitenden Geistlichen heißt es, diese Landtagswahl habe die politischen Verhältnisse in Sachsen-Anhalt tiefgreifend verändert: „Das Land ist gespalten.“

Das Wahlergebnis werde „mit großer Sorge zur Kenntnis“ genommen. Es zeige eine große Unzufriedenheit in weiten Teilen der Bevölkerung. „Unsere Sorge gilt dem sozialen Frieden und dem Miteinander der Menschen in unserem Bundesland“, erklärten der Bischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Friedrich Kramer, der katholische Bischof von Magdeburg, Gerhard Feige, und Kirchenpräsident Karsten Georg Wolkenhauer von der Evangelischen Landeskirche Anhalts.

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In der gemeinsamen Stellungnahme zum Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt äußern sich auch die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer, sowie der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Reverend Christopher Easthill. 

„Schlimme Befürchtungen sind wahrgeworden, aber das Ergebnis ist zu akzeptieren. Die Sorge der Kirchen gilt dabei vor allem dem Zusammenleben und Miteinander der Menschen in Sachsen-Anhalt sowie insbesondere der Achtung der von Gott gegebenen Menschenwürde, die bedingungslos jedem zusteht. Sie gilt aber auch der freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Sachsen-Anhalt. Wir fordern die Wahlsieger auf, die Landesverfassung sowie das Grundgesetz uneingeschränkt zu achten und die Würde aller Menschen unabhängig von Herkunft, Religion, Lebensweise, Leistung oder Position zu wahren“, heißt es in der Stellungnahme.

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