Viel Glück im Unglück

Nachricht 04. November 2026

Martin-Luther-Kita Wolfsburg – aktueller Stand 

Es geschah – Gott sei es gedankt! – an einem Sonntagmorgen. Niemand kam zu Schaden. In den Trümmern des eingestürzten Martin-Luther-Kinder- und Familienzentrums befand sich kein Asbest. 88 Kinder konnten bereits eine Woche nach dem Unglück in anderen Kitas des Kirchenkreises untergebracht werden. Es wurde ebenso schnell eine Ersatzunterkunft für alle gemeinsam gefunden. „Wir hatten an vielen Stellen viel Glück im Unglück“, sagt dazu Christian Berndt. 

Portfoliomappen und Mobiliar können geborgen werden

Dass es nun mit dem Umzug in die Räumlichkeiten der ehemaligen heilpädagogischen Kita in der Wolfsburger Goethestraße noch etwas länger dauert als zunächst angenommen, findet der Superintendent deshalb gar nicht schlimm. Und verkündet gleich noch eine gute Nachricht: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass viele Einrichtungsgegenstände und auch persönliche Gegenstände aus den weitgehend unbeschädigten Gebäudeteilen geborgen werden konnten. Selbst unser VW-Küchenbus hat nur ein paar Schrammen abbekommen und ist wieder voll im Einsatz.“

Den Kindern geht es gut

Die Kinder hätten sich ganz schnell eingefunden in den Einrichtungen, in denen sie zurzeit betreut werden, weiß Stefanie Heidemann-Müller, pädagogische Geschäftsführerin der 15 evangelischen Kindertagesstätten und drei Familienzentren in Wolfsburg. „Den Kindern geht es wirklich gut. Wir stellen keinerlei Schwierigkeiten fest, die Kinder sind so, als wäre nichts geschehen.“ Auf vier Wolfsburger Einrichtungen sind sie zurzeit verteilt, jeweils mit vertrauten Bezugspersonen: in der Christus-Kita, in der Heilig-Geist-Kita, im Paulus Kinder- und Familienzentrum und in der Kreuzkirchen-Kita. Weite Wege für die Eltern konnten mit den innenstadtnahen Kitas vermieden werden. 

„Die Eltern hatten uns wiederholt nach den Portfoliomappen ihrer Kinder gefragt. Wir können inzwischen mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass so gut wie alle Mappen, die ja gemeinsam mit den Kindern gestaltet werden und die Entwicklungsschritte der Kinder dokumentieren, aus den Martin-Luther-Räumlichkeiten geborgen werden können. Ich freue mich sehr darüber, die Wahrscheinlichkeit war nicht allzu hoch.“ Nach einer gründlichen Reinigung sollen sie dann wieder zur Verfügung stehen. 

Alle Kinder können betreut werden

Der Kirchenkreis hatte in Absprache mit der Stadt Wolfsburg für den Oktober Kitagebühren und Essensgeld erlassen. „Jetzt im November werden wir gemäß Absprache mit der Stadt Wolfsburg die Kitagebühren wieder erheben, wir können auch alle 88 Kinder betreuen“, sagt Nicole Glapa, betriebswirtschaftliche Leitung der Wolfsburger evangelischen Kindertagesstätten und Familienzentren. Sobald alle Arbeiten in der Goethestraße erledigt sind und auch das Mobiliar gereinigt wurde, das noch aus den Gebäuderesten am Schachtweg gerettet werden konnte, können alle Kinder wieder an einem gemeinsamen Ort betreut werden. 

Über die weitere Zukunft des Martin-Luther-Kinder- und Familienzentrums werden die Stadtkirchengemeinde, der Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen und die Stadt Wolfsburg gemeinsam beraten. „Mehr können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, das muss gründlich bedacht werden“, sagt dazu Superintendent Christian Berndt. 

... alle Nachrichten