Alle Kinder können weiterhin betreut werden

Nachricht 21. September 2026

Martin-Luther-Kita - wie es weitergeht

Am Tag nach der Explosion im Martin-Luther-Kinder- und Familienzentrum hat heute Nachmittag ein Gutachter das Gelände erstmalig gesichtet. Gebäude und Gelände bleiben bis auf weiteres durch Polizei und Staatsanwaltschaft beschlagnahmt, jeglicher Zutritt ist verboten. Weitere Untersuchungen zur Schadensursache sollen nach Auskunft der Polizei Wolfsburg zeitnah erfolgen. In ersten Krisensitzungen haben heute zahlreiche Mitarbeitende aus Kindertagesstätten, Kirchenamt und Kirchenkreis insbesondere nach schnell realisierbaren Lösungen für die Betreuung der Kinder gesucht. 

„Eine fertige Lösung, wo wir die 88 Kinder aus dem Martin-Luther Kinder- und Familienzentrum kurzfristig unterbringen können, haben wir noch nicht, aber es zeichnen sich umsetzbare Lösungen ab“, sagt mit hörbarer Erleichterung Stefanie Heidemann-Müller, pädagogische Leiterin der evangelischen 15 Kitas und drei Familienzentren in Wolfsburg. Alle fünf Gruppen gemeinsam in einer anderen Einrichtung des Kirchenkreises oder Stadt Wolfsburg unterzubringen, werde nicht möglich sein. „Allerdings können wir alle 88 Kinder in unseren Einrichtungen weiterversorgen, vier der fünf Gruppen auch je als komplette Gruppe. Die Option, drei komplette Gruppen zusammenhängend weiter zu versorgen, wäre eventuell in städtischen Gebäuden möglich.

Um die Eltern zu entlasten, bemüht sich der Kirchenkreis, einen Bus-Shuttle-Service für die 88 Kinder von einem zentralen Sammelpunkt zu aus anzubieten. Dieser soll von den Bezugserzieherinnen begleitet werden, die den Kindern vertraut sind. „Ich bin sehr dankbar, dass die Eltern so verständnisvoll reagieren, auch wenn sie schockiert sind und sich Sorgen machen, wie die Kinder reagieren werden an anderen Betreuungsorten.“

Das Team der Martin-Luther-Kinder- und Familienzentrums und der Mitarbeitenden der dort ansässig gewesenen Küchenbetriebe sei sehr bedrückt, manche von ihnen sind im Laufe des Tages vor dem Kita-Gelände gewesen. „Es ist noch mal viel schlimmer, das mit eigenen Augen zu sehen“, sagte weinend eine junge Erzieherin. „Unsere 15 Einrichtungen in Wolfsburg und ihre Leitungen und Teams unterstützen in der Stunde der Not, wo es geht. Ein wirklich tolles, starkes Gesamtteam ist das“, bedankt sich Heidemann-Müller bei allen Mitarbeitenden.

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