Klangvoller Visitationsgottesdienst

Nachricht 22. Oktober 2026

Es war ein bisschen wie an einem hohen Feiertag in Groß Oesingens Friedenskirche: Mit großem regionalem Posaunenchor und der Wittinger Kantorei feierte der Kirchenkreis den Visitationsgottesdienst mit Regionalbischöfin Marianne Gorka. „Es war eine intensive Zeit. Gemeinsam haben wir darauf geblickt, wie Kirche gelebt und gestaltet wird, was gut gelingt und wo Herausforderungen bestehen“, begrüßte Regine Müller die Gottesdienstgemeinde im Namen des Kirchenkreisvorstandes.

Nach der Lesung aus dem Markusevangelium zur Heilung eines Gelähmten durch Kirchenvorsteher Hermann Prietzsch predigten gleich drei: Lektorin Anke Eggers aus Hankensbüttel, Lektorin Klara Reiß aus Fallersleben und Superintendent Christian Berndt. Ein Brief des Paulus an die Epheser stand im Mittelpunkt, Veränderung war die verbindende Überschrift. Den Mantel der Gewohnheiten, Masken oder auch den Rucksack des Leidens ablegen – dazu ermahnt Paulus nicht nur, er ermutigt dazu auch.

„Hach... Bläserklänge, ein starker Chor, Menschen, die so offen und aufrichtig Zeugnis ablegen davon, wie sie den Segen Gottes weitergeben. Genauso wünsche ich mir Kirche“, begeisterte sich Marianne Gorka, Regionalbischöfin des Sprengels Lüneburg, angesichts des festlichen Gottesdienstes in Groß Oesingen. Es sei eine sportlich durchgetaktete Woche gewesen, die sie im Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen verbracht und erlebt habe. „Danke an Sie alle, die Sie sich dafür engagieren, dass Kirche an vielen Orten lebendig bleibt!“ 

Foto: KK-Öffentlichkeitsarbeit / F. Josuweit
Regionalbischöfin Marianne Gorka im Gespräch im Groß Oesinger Doerphus.

Die Rahmenbedingungen würden schwieriger, machte Gorka dennoch deutlich. „Wir sollten es uns nicht zu warm einrichten.“ Manches im Gepäck sei schwer zu tragen: „Was wird aus unseren Gebäuden? Wie können Abschiede gestaltet werden? Wofür wollen wir unsere Kräfte einsetzen?“ Vieles von dem, was Auftrag von Kirche sei, habe sie erleben dürfen in der Visitationswoche, dafür sei sie sehr dankbar. 

Foto: KK-Öffentlichkeitsarbeit / F. Josuweit
In entspannter Runde: Aron Koch, Kai Oltshausen, Marianne Gorka, Christian Berndt

Der Kirchenkreis lebe von unterschiedlichen Prägungen, ihn zeichne eine hohe Personalverantwortung und ein großer Gebäudebestand aus. „Davor habe ich Respekt! Was alles können wir davon weitertragen? Wie kommen wir aus der Erschöpfung zu tragfähigen Perspektiven?“ Sie dankte allen Engagierten und insbesondere auch dem Superintendenten für die komplexe Aufgabe, dass alles gut beieinander zu halten und gut nach vorne zu denken und zu lenken. „Ich sehe vieles, war mir Hoffnung macht. Weiter so – mit Gottes Segen!“

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Regionalbischöfin Marianne Gorka
Hasenburger Weg 67
21335 Lüneburg