Moderater Rückgang bei Kirchenmitgliedszahlen

Pressemitteilung 14. Juli 2021

Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen veröffentlicht statistische Daten für 2020

Zeitgleich mit der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und der Evangelischen Kirche in Deutschland gibt der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen heute seine grundlegenden statistischen Daten zum kirchlichen Leben im Jahr 2020 bekannt.

„Viele Zahlen sind erwartungsgemäß, manche allerdings auch überraschend und erfreulich“, fasst Christian Berndt, Superintendent für Wolfsburg-Wittingen, die jetzt vorliegenden Kirchenmitgliedschaftszahlen für das erste Corona-Jahr zusammen. Der insgesamt verzeichnete Kirchenmitgliederrückgang betrage wie im Jahr 2019 2,3 Prozent. Die evangelische Kirche sei durch die Pandemie stark in ihrem Alltagsleben eingeschränkt worden, viele regelmäßige Angebote wie Gemeindegruppen und Jugendveranstaltungen hätten nicht oder nur sehr eingeschränkt stattfinden können.

„Kirchliches Lebens ist Gemeinschaft, wird geprägt von Gemeinschaft. Es war schwer für uns, vieles nicht leben zu können.“ Insbesondere die Jugendarbeit, kirchenmusikalische Veranstaltungen und die Heiligabend-Gottesdienste seien hiervon betroffen gewesen. Aber auch die Zahl der Trauungen ist stark zurück gegangen. „Hochzeit feiern war kaum möglich im vergangenen Jahr. Ich gehe aber davon aus, dass die meisten dieses Lebensfest nachholen werden.“ Erstaunlicherweise seien im Jahr 2020 nur minimal weniger junge Menschen konfirmiert worden, obwohl auch Familienfeiern von den Corona-Beschränkungen betroffen waren.

„Glaube und Kirche mögen vielleicht nicht mehr die Rolle spielen, die sie in früheren Zeiten gespielt haben, aber das bedeutet nicht, dass beides für Menschen nicht mehr relevant ist.“ Dies zeigten nicht nur die erstaunlich stabilen Konfirmationszahlen im vergangenen Jahr. „Wir haben die Pandemie-Beschränkungen nach den ersten Schreckmomenten konstruktiv nutzen können“, freut sich der Theologe Christian Berndt. Es sei gelungen, mit ganz neuen Formaten und Ideen kirchliche Arbeit anders zu gestalten und Menschen zu erreichen. „Wir sind digital geworden: Mit YouTube-Andachten, Video-Abendmahlsfeiern, Angeboten auf Socialmedia-Kanälen und vielem mehr.“ Mit 130 digitalen Gottesdiensten habe man kirchenkreisweit fast 20.000 Menschen erreicht.

Andere Wege habe man auch analog gewählt. „Pastorinnen und Pastoren haben vermehrt Menschen in ihren Gemeinden angerufen oder Impulse für Geist und Seele an die Kirche gehängt, die mit nach Hause genommen werden konnten.“ Besondere analoge Gottesdienste habe man gefeiert, wie open-Air-Angebote oder einen Autogottesdienst vor der Wolfsburger VfL-Arena. Auch sei der Bedarf, in schwierigen Zeiten Unterstützung zu erhalten, ungebrochen. „Unsere diakonischen Angebote wie LernRäume für Kinder, unsere Beratungsangebote und unsere seelsorgerlichen Angebote wurden im vergangenen Jahr sogar verstärkt wahrgenommen.“

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