Stephan Weil ermutigt zur Demokratie
Zum diesjährigen Reformationsempfang in der Wolfsburger Christuskirche hatten der Kirchenkreis und die Propstei Vorsfelde Stephan Weil eingeladen, der bis Mai 2025 niedersächsischer Ministerpräsident war. „Ob Luther mit Leib und Leben davon kommen würde mit seinem Engagement, war nicht von vornherein klar“, erinnerte Weil an den Reformator und die Entwicklungen vor mehr als 500 Jahren. „Wir sollten jedoch aus seiner Haltung Konsequenzen ziehen, denn vieles ist von uns selber abhängig. Wir alle haben die Verantwortung, nicht nur zu beklagen sondern auch zu verändern!“
"Irgendwas läuft hier schief!"
Deutschland 2026 sei ein Land in Moll-Stimmung, gedämpft, manchmal wütend, nicht hoffnungsfroh. Umfragen zeigten: Die Einschätzung der persönlichen Zukunft seien nicht ganz so pessimistisch, die Einschätzungen das Land und die weltweite Situationen betreffend hingegen düster. Die Schere bei Einkommens- und Vermögensentwicklung habe sich deutlich geöffnet, insbesondere bezahlbares Wohnen sei mittlerweile nicht nur in Großstädten sondern auch in ländlichen Räumen ein immer drängenderes Problem. „Die Alltagserfahrungen großer Bevölkerungsteile zeigen: Irgendwas läuft hier schief.“